Michaela Meurer (Marburg): Inseln der Nachhaltigkeit? Gemeindebasiert verwaltete Naturschutzgebiete im brasilianischen Amazonien

Datum: 

Montag, 9. November 2020 - 18:30

bis: 

Montag, 9. November 2020 - 20:00

Die Ringvorlesung „Gutes Leben in Gegenwart und Zukunft" wird veranstaltet von der Initiative „Bildung und Nachhaltigkeit“ des Fachbereichs 21 Erziehungswissenschaften der Philipps-Universität Marburg in Kooperation mit den Scientists for Future Marburg.

Dieses Semester per Livestream:

https://uni-marburg.de/Z2va5

Hinweise: 

Das Amazonasgebiet steht momentan insbesondere wegen illegaler Rodungen und großflächiger Waldbrände im Fokus der globalen Öffentlichkeit. Weniger sichtbar sind in diesem Szenario die zahlreichen Naturschutzgebiete und Indigenen Territorien, in denen größenteils effektiv Waldschutz gewährleistet wird. Bemerkenswert sind hierbei aus meiner Sicht die „Reservas Extrativistas“. Diese Form von Schutzgebieten zielt nicht ausschließlich auf Umweltschutz ab, sondern soll die nachhaltige Nutzung durch die lokal ansässige Bevölkerung fördern. Überdies sind Bewohner*innen in Reservas Extrativistas direkt in Verwaltungs- und Entscheidungsprozesse involviert.

In meinem Vortrag werde ich von einem solchen gemeindebasiert verwalteten Schutzgebiet – der Resex Tapajós-Arapiuns – berichten. Ich werde Hintergründe, Potentiale und Problematiken dieses Schutzkonzeptes beleuchten und diskutieren, welche Schlüsse sich hieraus für Strategien der Nachhaltigkeit ableiten lassen.

Michaela Meurer ist Doktorandin am Fachgebiet Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Marburg und beschäftigt sich mit gemeindebasiert verwalteten Naturschutzgebieten und Fragen von Ressourcennutzung im brasilianischen Amazonasgebiet. Ihre Doktorabeit zur Verhandlung von Nutzungsrechten im Schutzgebiet Resex Tapajós-Arapiuns hat sie im Juli 2020 eingereicht.

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AnsprechpartnerIn

Veranstalter: 

Initiative BNE 21 Philipps-Universität Marburg

Nachname: 

Dr. Thorsten Späker